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SCHRIFTEN DER GESELLSCHAFT FÜR WIRTSCHAFTS- UND
SOZIALWISSENSCHAFTEN DES LANDBAUES E.V.
Heidhues, F., von Oppen, M.: Auswirkungen biotechnischer Neuerungen auf die
Landwirtschaft in Entwicklungsländern. In: Buchholz, H.E., Neander, E., Schrader, H.:
Technischer Fortschritt in der Landwirtschaft – Tendenzen, Auswirkungen, Beeinflussung.
Schriften der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaues e.V.,
Band 26, Münster-Hiltrup: Landwirtschaftsverlag (1990), S. 89-101.
AUSWIRKUNGEN BIOTECHNISCHER NEUERUNGEN AUF DIE
LANDWIRTSCHAFT
IN ENTWICKLUNGSLÄNDERN
von
F. HEIDHUES und M. von OPPEN, Hohenheim
1 Elnlelmnl und ProblemstelInlII
Die Frage nach der Bedeutung der Biotechnologie für Entwicklungsländer ist im Prinzip
die Frage nach der Rolle des technischen Fortschritts im Entwicklungsprozeß. Die
"moderne" Biotechnologiei), und sie soll im Mittelpunkt dieser Diskussion stehen, wirft
für Entwicklungsländer drei Problembereiche auf, die im folgenden behandelt werden
sollen:
1) Wirkung auf landwirtschaftliche Produktion, insbesondere Nahrungsproduktion;
2) Entwicklung von Substituten für wichtige tropische Produkte und ihre Wirkung auf
Marktchancen der Entwicklungsländer; und
3) die Komplexität und hohen Anforderungen der modernen biotechnologischen Forschung an Kapital und technischem Wissen und, damit verbunden, die Frage des
Zuganges.
Wesentliches Element einer Lösung der Hungerproblematik wird landwirtschaftliches
Produktionswachstum, insbesondere Nahrungsproduktionswachstum, in der -Dritten Welt
sein. Zwar haben die Erfahrungen mit der "grünen Revolution" gezeigt, daß Produktionswachstum keine hinreichende Bedingung, aber sicherlich eine notwendige Voraussetzung der Verringerung der Armutsproblematik ist. Die Biotechnologie kann dabei e.ine
zentrale Rolle spielen, insbesondere dann, wenn es mit Hilfe der Biotechnologie gelingt,
Technologien zu entwickeln, die den besonders schwierigen Okologischen Bedingungen
benachteiligter Regionen gerecht werden und im Rahmen der sozio-Okonomischen
Begrenzungen anwendbar sind. Die aus der Biotechnologie resultierenden landwirtschaftlichen Produktivitätssteigerungen, sowie die Entwicklung von Substituten zu tropischen
Agrarprodukten und die damit verbundenen Marktentwicklungen werden im zweiten
Abschnitt diskutiert.
Die Nutzung biotechnischer Innovationen erfordert, daß Entwicklungsländer nicht nur
Zugang zu in Industrieländern entwickelten biotechnischen Fortschritten bekommen,
sondern ihre Erfordernisse und Interessen in der biotechnologischen Forschung hinreichend berücksichtigt werden. Da die Mehrzahl der Entwicklungsländer weder über das
1) Wu unter BiotecbnolOlie ventanden wird, ist Gepnatand ausfi1brlicber DiskUllionen. Hier 1011 nur r"tpbalten
werden, daa biotecbniscbe Verfahren im Grunde seit Jahrtausenden pnutzte prozesse lind. tlnter -moderner"
BiotecbnolOlie IOIJen hier in Anlebnunlan Spanpnberl vier Gebiete zusammen..,raat werden:
a) Ziicbtunptecbnol"lPen, die mit Hilre moderner ZeUbiolOlie die Idassiscben Metboden der Tier- und PRanzenzacbtunl vedeinem und bescbleunipn;
b) ReproduktiODltecbnol"lPen. die Fortpftanzunpprozeue tecbniscb manipulieren;
c) Fermentationatecbnol"lPen, die unter Anwenduni von Mikroorpnismen in biolOCiscben prazesaen neue Produkte benteUen, und
d) Gentecbnik aIJ direkter und pelter Eingrirr in die Erblubllanz.
89
technische Wissen noch über die notwendigen Ressourcen für eigene erfolgreiche biotechnologische Forschung verfügen, wird den internationalen Agrarforschungszentren
eine wichtige Rolle zukommen. Die Fragen des Zugangs werden im dritten und die Rolle
der internationalen Agrarforschullgszentren im Bereich der Biotechnologie zusammen mit
den Schlußfolgerungen im vierten Abschnitt diskutiert.
2 Wirkungen biotechnischer Fortschritte auf die Landwirtschart der Entwicklungsländer
2.1 Die E n t w i c k I u n g
tivitätssteigernden
von Sub s t i tut e nun d
Innovationen
pro d u k -
Die Wirkung biotechnologischer Fortschritte auf die Landwirtschaft der Entwicklungsländer lassen sich in zwei Wirkungsrichtungen gruppieren:
- Entwicklung von Sub s t i tut e n für t r 0 pis c h e Pro d u k t e, die
traditionell und vorwiegend von Entwicklungsländern produziert werden. Hierzu gehören
in erster Linie Zucker, Geschmackstoffe, Gewürze, tropische Pflanzenöle und - fette.
Hier liegt heute der Schwerpunkt der biotechnologischen Innovationsent~icklung, getragen fast ausschließlich von Industrieländern mit hohem Einsatz von Kapital und technischem Wissen;
die zu
- direkt pro d u k t i v i t ä t s s t e i ger n d e F 0 r t s c h r i t t e,
Vorteilen in Entwicklungsländern auf der Produzentenseite führen, und, je nach Funktionsfähigkeit der Märkte und Elastizitätsverhältnissen auf der Angebots- und Nachfrageseite, in unterschiedlichem Ausmaß auf die Konsumentenseite übertragen werden.
Dazu zählen z.B. biotechnologische Fortschritte im Bereich Ertragssteigerung, Anfälligkeits- und Trockenheitsresistenz und Stickstoff-Fixierung im pflanzlichen und der Tierhygiene und Krankheitsbekämpfung im tierischen Produktionsbereich. Während die
Anwendung dieser biotechnologischen Neuerungen bisher weder in der Pflanzenproduktion noch in der' Tierproduktion von einem der Substitutentwicklung vergleichbaren
wirtschaftlichen Gewicht ist, liegen hier wahrscheinlich beträchtliche Potentiale, insbesondere in der Pflanzenproduktion.
Im Bereich der p f I a n z I ich e n Pro d u k t ion sind es vor allem drei
Gebiete, auf denen die moderne Biotechnologie wie folgt wirksam werden wird
(pERSLEY, 1988):
1) S a a t gut: Neue Sorten mit verbesserten Eigenschaften wie Krankheits- und
Schädlings-Resistenz und Herbizid-Toleranz oder mit verbesserten Qualitätsmerkmalen
werden schneller entwickelt; wirksame Eingriffe durch eine Manipulation von Genen
(genetic engineering) wird in der Pflanzenproduktion erst nach dem Jahr 2000 erwartet.
2) M i k r 0 bio log i e i n der L a n d wir t 5 c h a f t: Genetisch manipuierte Mikroorganismen werden zur biologischen Kontrolle gegen Krankheiten und
Schädlinge oder als Inocula zur Anregung von Pflanzenwachstum oder anstelle chemischer Düngemittel eingesetzt.
90
3) Dia g nos e von P f I a n zen k r a n k h e i t e n: Zur Unterstützung von
Bekämpfungsmaßnahmen werden neue Verfahren zur Schnelldiagnose entwickelt, die den
gezielten Einsatz von Fungiziden oder anderen Kontrollmaßnahmen ermöglichen oder im
Zusammenhang mit der Abwicklung von Quarantänemaßnahmen bedeutsam sind.
Stickstoff-Fixierung und Trockenheitsresistenz - zwei Innovationsbereichen, die für
EntwicklungslInder von besonderer Bedeutung sind und mit großen Erwartungen verfolgt werden, - haben sich als weit schwieriger herausgestellt, als zunächst vermutet und
werden bis zur Anwendungsreife noch erhebliche Zeit in Anspruch nehmen.
Im Bereich der t i e r i s ehe n Pro d u k t ion konzentriert sich die Anwendung
moderner Biotechnologie auf folgende Gebiete (pERSLEY, 1989):
1) T i erg e s und h e i t : Durch die Erzeugung von Impfstoffen und verbesserten
Diagnoseverfahren wird die Tiergesundheit gefördert. Die Bekämpfung der Rinderpest in
Afrika ist ein Beispiel.
2) W ach s t ums b e s chi e uni gun g : Neue Verfahren zur Steuerung der
Physiologie der Tiere und in der Tierernährung ermöglichen eine Steigerung der Produktivität.
3) Gen e t i s ehe Ver b e s s e run g von Z u c h t ras sen: Vor allem
die neuen Techniken in der Embryo-Kultur ermöglichen die rasche Vermehrung von
Tieren mit wünschenswerten Eigenschaften.
Auf dem Gebiet der Leistungssteigerung in der Tierproduktion sind die Techniken zwar
im Vergleich zur Pflanzenproduktion sehr viel weiter entwickelt und anwendungsreif,
aber für die Mehrzahl der Entwicklungsländer vor allem deshalb nur begrenzt anwendungsfähig, weil die Voraussetzung für geeignete Haltungsbedingungen für die Tiere
nicht gegeben sind. Für genetisch verbesserte Hochleistungstiere sind die Anforderungen
an verbesserte Haltungsbedingungen besonders hoch. Für die Tierproduktion in Entwicklungsländern bieten vor allem biotechnologisch entwickelte Impfstoffe den wichtigsten Wirkungsbereich.
~2
M.arktwirkungen
Bei der Beurteilung der Auswirkungen dieser Technologien auf die Landwirtschaft in
den Entwicklungsländern sollte einmal der gegenwärtige Zustand beleuchtet, zum anderen absehbare zukünftige Entwicklungen in Betracht gezogen werden. Es handelt sich
also um die Abschätzung zukünftiger technischer Fortschritte und ihrer Auswirkungen in
Bereichen, für die Erfahrungswerte so gut wie nicht vorliegen.
Übersicht 1 zeigt ein Schema der Gesichtspunkte für die gegenwärtige Situation und
mögliche sich abzeichnende zukünftige Entwicklungen in exportierenden und importierenden EntwicklungslIndern. Bei den Marktwirkungen wird zwischen "kleiner" Wirkung
91
0benIdd 1: Erwartete unmittelbare Marlttwirlamgen biotedmologischer Innovationen bei unterschiedlichen hoduktgruppen in verschiedenen Typen von Entwicldungslindem vom gegenwirligen
ZeitpUDkt bis in die mitteI&istige Zukunft
(+ = positiv, 0 = keine Wirkung, - = negativ, + + = stark positiv, -- - stark negativ)
Exportierende Länder
Importierende Länder
gegenwärt i 9 - künft i 9
gegenwärtig---künftig
Betroffene Produkte
oder Prodyktgruppen
Pfl anzl. Produkte
1. Indirekt betroffene
(durch Substitution)
- Geschmacksstoffe,
Gewürze, Zucker,
- andere (Öle, Stärken,
Eiweiße)
+
++
o
++
++
o
++
++)1)
+)2)
+
++
o
2. Direkt betroffene
(durch Ertragssteigerung)
- Grundnahrungsmittel:
Getreide, Hülsenfrüchte, Knollenfrüchte
- Tropische Exportprodukte:
Erdnuß, Baumwolle,
Palmöl, Kakao,
Kaffee, Tee
o
(+
(-
Tierische Produkte
Fleisch
Milch
.Wol1e etc.
o
+
o
++
1) Plantagenanbau
2) Kleinbäuerlicher Anbau
(0), "geringer" positiver oder negativer Wirkung (+ oder -) und "großer" Wirkung (++ oder
• -) unterschieden. Dabei ist von der Wirkung in der Mehrzahl der Entwicklungslinder
ausgegangen. Das schließt nicht aus, daß die Wirkungen in einzelnen Lindern einen.
anderen Grad oder auch eine andere Richtung aufweisen können.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wirken sich vor allem solche biotechnologischen Innovationen in den Industriellndern aus, die die Herstellung von Substituten zu traditionell
von Entwicklnngslindem exportierten GOtem ermöglichen. Dabei ist vor allem an das
Beispiel des Zuckers und die biotechnisch hergestellten Zuckersubstitute Isoglucose bzw.
Thaumatin zu denken. Die Weltmarktpreise fOr Zucker, deren zyklische Schwankungen
in der Vergangenheit stets einen rapiden Anstieg nach einem linger als drei oder vier
92
Jahre dauernden Tief zeigten, scheinen unter dem Einfluß des wachsenden. Angebots von
Süßstoffen und Zuckersubstituten seit einer Reihe von Jahren auf einem neuen, bedeutend niedrigeren Niveau stabil zu bleiben, als dies in der Vergangenheit der Fall war
(Agrarwirtschaft, Dez. 1986, 87, 88). Kakaobutter oder Vanille sind weitere Erzeugnisse,
die heute biotechnisch in Industrieländern billiger hergestellt als sie aus tropischen
Ländern importiert werden können. Aber auch Substitute für andere Stoffe zeichnen sich
ab, wie z.B. die biotechnische Umwandlung von minderwertigem einheimisch erzeugtem
Rapsöl in ein hochwertiges Produkt, das dem Palmöl gleicht (BUTTEL, 1989;
SPANGENBERG, 1988). Den Nachteilen für exportierende stehen entsprechende Vorteile
für importierende Entwicklungsländer gegenüber. Bei einem Zuckerexportvolumen von
14 Mil\. t und Importen von 17 Mill. t (1987) sind fallende Zuckerpreise auf dem Weltmarkt für die Gruppe der Entwicklungsländer zusammengenommen negativ zu beurteilen; besonders betroffen sind Länder, deren Zuckerexport eine wichtige Devisenquelle
darstellt. Auf der anderen Seite sind positive Einkommensverteilungswirkungen in den
Zucker importierenden Ländern zu beachten, da Zucker einen relativ hohen Anteil im
Konsum der unteren Einkommensgruppen ausmacht.
Im zweiten Teil der Übersicht 1 sind die Wirkungen auf direkt betroffene Produktmengen aufgezeigt. Einen wichtigen Bereich, in dem bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt biotechnologische Innovation die landwirtschaftliche Produktion direkt zu beeinflussen beginnt, bilden einige in Plantagen angebaute Marktfrüchte, wie z.B. Palmöl,
sowie wahrscheinlich in Zukunft auch Tee oder Kakao. In diesen Fällen liefert die Möglichkeit, mit biotechnischen Mitteln Klone eines optimalen Pflanzentyps herzustellen,
beträchtliche potentielle Ertragssteigerungen und damit wahrscheinlich Senkungen der
Produktionskosten. Andererseits ist auch das Risiko eines Krankheits- oder Schädlingsbefalls solcher Bestände verhältnismäßig groß, und somit die langfristige Wirtschaftlichkeit nicht immer eindeutig gesichert. Diese Vorteile für den Plantagenanbau geraten aber
den Anbauern derselben Produkte in kleinbäuerlichen Betrieben zum Nachteil, insofern
als der Zugang zu entsprechend ertragreichem Pflanzmaterial zunächst versagt ist. Nur
durch öffentliche Förderung kann diesem Nachteil entgegengewirkt werden. Allerdings
ist. fraglich, wie weit den jeweiligen ~tandortspezifischen Belangen der Kleinbauern
Rechnung getragen werden kann. Bestenfalls ist zu erwarten, daß für die kleinbäuerlichen Standorte neue Sorten entwickelt werden, die den Wettbewerbsnachteil der kleinbäuerlichen Anbauer gegenüber den Plantagenanbauern gerade wett machen, aber kaum
darüber hinausgehen.
Die für die menschliche Ernährung und bäuerlichen Einkommen wichtigen Bereiche in
der Grundnahrungsmittelproduktion in Entwicklungsländern (Getreide, Knollen- und
Hülsenfrüchte) sind bisher durch den biotechnologischen Fortschritt nur in geringem
Maße tangiert worden, vielleicht mit Ausnahme der biotechnischen Gewinnung von
virusfreiem Pflanzenmaterial bei Cassava und Kartoffeln und der biotechnisch unterstützten Einkreuzung von Resistenz- Genen zur Steigerung der Krankheitsresistenz der
Erdnuß, beides getragen von internationalen Agrarforschungsinstituten. Die insgesamt
geringen Anstrengungen sind erklärlich, weil private Investitionen in diesem Bereich
aufgrund schlechter Gewinnaussichten nicht getätigt werden. Auch hier wird künftig die
öffentliche Hand gefordert sein, komplementär zu den laufenden privaten Forschungsaktivitäten in den Industrieländern zu investieren, um durch biotechnologische Forschung
93
die Stabilisierung und Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion in Entwicklungsländern zu beschleunigen.
Biotechnologische Komponenten werden in die herkömmliche Pflanzenzüchtung integriert, so daß diese eine Beschleunigung erfährt. So ermöglicht die Biotechnologie die
VerkOrzung der Entwicklungsdauer von 10 auf 6 Jahre für die Entwicklung einer neuen
Sorte bis zur Anwendungsreife. Auch die Züchtung auf mehrere Ziele (stärkere Berücksichtigung ortsspezifischer Besonderheiten) kann mit Hilfe biotechnologischer Verfahren
in kürzerer Zeit gelingen. Sobald die optimalen Lösungen für Züchtungsmethoden unter
Einbezug biotechnologischer Komponenten gefunden sind, können diese auch von nationalen Forschungsinstituten in Entwicklungsländern aufgegriffen werden.
3 Zngang zu blotechnologischen Fortschritten
3.1 T r ä ger s t r u k t u r
bio t e c h n
0
log i s c her
F
0
r sc h u ng
Im Unterschied zur technischen Fortschrittsentwicklung der grünen Revolution, die im
wesentlichen ein Produkt der Forschung öffentlicher bzw. öffentlich geförderter Institutionen war, stellt sich die Trägerstruktur der modernen biotechnologischen Forschung
erheblich komplexer dar. Die biotechnologische Forschung wird zum überwiegenden Teil
vom privaten Sektor finanziert (übersicht 2 und 4) bzw. in enger Anwendung an private
Unternehmen durchgeführt, mit weitreichenden Konsequenzen bezOglich der Verfügbarkeit für Dritte. Um die Frage des Zugangs zu biotechnischen Forschungsergebnissen car
Entwicklungsländer beurteilen zu können, ist es erforderlich, die Entwicklung und
heutige Trägerstruktur der Biotechnologieforschung zu diskutieren.
tlbersicht 2: Regionale Verteilung von privaten und öffentlichen Ausgaben für Forschung und
Entwicklung in der Biotechnologie (1985) (in USoS Mill.)
Region
Privater Sektor
Öffentl. Sektor
Insgesamt
EG
Japan
Andere
1,500
700
400
100
600
300
200
200
2,100
1,000
600
300
Insgesamt
2,700
1,300
4,000
USA
tlbersicht 3: Sektorelle Verteilung von Ausgaben für Forschung und Entwicklung in der Biotechnologie
in landwirtschaftlichen und anderen Bereichen (1985) (in USoS Mill.)
Sektor
94
Landw. Bereich
Andere Bereiche
Insgesamt
Privat
Öffentlich
550
350
2,150
950
2,700
1,300
Insgesamt
900
3,100
4,000
Cbenidlt 4: Private und öffentliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung in 1an<lwirtschaftlicen
Bereichen der Biotechnologie (1985) (in US-S Mi1l.)
Landwirtsch.
Bereiche
Privater Sektor
Öffentl. Sektor
Insgesamt
Mikrobiologie
Saatgut
200
350
100
250
300
600
Insgesamt
550
350
900
Quelle: OTA 1988 (zitiert nach Persley 1988)
Die Anfänge der kommerziellen Anwendung moderner Biotechnologie datieren um die
Mitte der 70er Jahre. Das erste moderne Biotechnologieunternehmen, Gentech, wurde
1976 gegründet (pERSLEY, 1~88, S. 3). Es begann kurze 'Zeit später mit der gentechnischen Produktion des menschlichen Insulins. Die Anzahl der Biotechnologieunternehmen
wurde Ende 1988 auf etwa 600 geschätzt, die größte Zahl davon in den USA. Daneben
sind europäische Länder, Japan, Kanada und Australien die wichtigsten Länder
kommerzieller biotechnologischer Nutzung.
Der rapide Anstieg der biotechnologischen Industrie liegt in den großen Markterwartungen begröndet. Das Verkaufspotential för biotechnologisch hergestellte Produkte för den
Agrarsektor wird allein för die USA im Jahr 2000 auf USoS 100 Mrd. (in Preisen von
1988) geschätzt, worunter die wichtigsten Komponenten Saatgut (65 %) und tierische
bzw. veterinärmedizinische Produkte (25 %) sind (WYKE, 1988).
Entsprechend der großen Markterwartungen sind die Investitionen in Forschung und
Entwicklung erheblicIi. Verläßliche Daten öber Forschungsausgaben in diesem Bereich
sind schwer zu bekommen. Unter dem Vorbehalt erheblicher Unterdeklarierung hat das
'Office of Technology Assessment' (OTA) des US- Kongresses für 1985 Zahlen veröffenticht' die in den übersichten 2, 3 und 4 wiedergegeben werden. Weltweit wurden für
1985 die gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben für moderne Biotechnologie
auf USoS 4 Mrd. geschätzt. Davon entfielen etwa zwei Drittel auf den Privatsektor. Die
Ausgaben för Biotechnologieforschung im landwirtschaftlichen Bereich wurden auf USoS
900 Mill. geschätzt, etwa 22 % der Gesamtausgaben. Diese USoS 900 Mill. stehen im Jahr
1985 einem Gesamtetat der 13 CGIAR Agrarforschungszentren von USoS 210 Mill.
(1988: USoS 250 MiII.) gegenüber. Von den gesamten landwirtschaftlichen .Biotechnologieforschungs- und Entwicklungsausgaben entfielen' etwa zwei Drittel auf den Saatgutbereich und ein Drittel auf mikrobiologische Forschung. Der Privatsektor' spielt auch im
Agrarbereich mit 60 % Anteil an den Ausgaben die dominierende Rolle.
Die herausragende Bedeutung der vom Privatsektor getragenen Forschung, in der modernen Biotechnologie liegt darin begründet, daß für viele neue Technologien in diesem
Bereich Patente oder andere Formen der Protektion der Entwicklungsergebnisse gewährt
bzw. erhofft werden, so daß die neuen Erfindungen sich kommerziell auf längere Zeit
vorteilhaft ausnutzen lassen. Der Patentschutz auf biotechnologische Innovationen ist insbesondere in den USA weit ausgedehnt worden (EVENSON und PUTNAM, 1989). So
sind in den USA die Patentanträge för biotechnologische Innovationen von 2 200 im Jahr
95
1984 auf 3 300 im Jahr 1985 angestiegen. Die Genehmigungsrate liegt bei etwas über
40 % (pERSLEY, 1988). Die USA sind auch, angeregt durch das erhebliche Potential des
Biotechnologiemarktes, der Hauptinitiator hinter den Bemühungen einer Ausweitung des
Schutzes geistigen Eigentums im Rahmen der GATT Verhandlungen. Die wichtigsten
Ereignisse in der US-Patententwicklung auf diesem Gebiet waren:
- 1980: Entscheidung des Supreme Court, daß Mikroorganismen unter geltendem Recht
patentierbar sind (Diamond v. Chakabarty);
- 1980: US-Patentbüro gewährt Patent auf ein Verfahren zur Herstellung rekombinierter
DNA;
1985: US-Patentbüro gewährt Patentschutz auf eine genetisch konstruierte Pflanze;
- 1987: US-Patentbüro gewährt Patentschutz auf ein genetisch
(Harvard Maus) (OT A, 1984; WYKE, 1988; PERSLEY, 1988).
konstruiertes Tier
Die Hauptinvestoren im landwirtschaftlich nutzbaren Biotechnologiebereich sind a) neue
Biotechnologieunternehmen, b) Agro-Chemie Konzerne und Saatgutunternehmen, und c)
andere Großunternehmen, besonders in der Nahrungsmittelverarbeitung. Es ist ebenfalls
eine wachsende Tendenz zur Fusion und zum Aufkauf von Saatgutunternehmen durch
Agrochemiekonzerne zu beobachten (WYKE, 1988). Darin scheint sich auch die. in jüngster Zeit insgesamt nüchternere Einschätzung des Biotechnologiemarktes und ein durch
Überinvestition ausgelöster verschärfter Wettbewerb um Marktanteile auszudrücken
(BUTTEL, 1989).
Diese Strukturentwicklung ist auf drei charakteristische Merkmale der modernen
Biotechnologie zurückzuföhren. Sie ist
- wissensintensiv,
- kapitalintensiv und
- erfordert ein weitentwickeltes Vermarktungsnetz.
Viele der sogenannten 'neuen Biotechnologieunternehmen' sind von Wissenschaftlern an
Universitäten oder Forschungsinstitutionen gegründet bzw. mitgegründet worden. Sie
waren anfangs kleine Unternehmen, die das 'know how' und die Verbindung zur biologischen Grundlagenforschung einbringen. Ihr Hauptproblem ist der Mangel an Kapital
und fehlendes Marketing- und Verteilungsnetz. Hier bietet sich eine engere Anlehnung
an größere Unternehmen, die diese Lücken füUen können, geradezu an. Joint Ventures,
Lizenzvertragsproduktion, Auftragsforschung oder Verkauf an das kapitalkräftige Unternehmen sind die üblichen Formen.
Die Konzerne der Chemie und Nahrungsindustrie sind in der Regel den anderen Weg
gegangen. Sie verfügen über Kapital und ein internationales Vermarktungs- und Verteilungssystem. Sie entwickeln biotechnologische Forschungs- und Entwicklungskapazitäten
entweder durch Aufbau eigener Labors, durch Auftragsforschung mit Universitäten oder
Forschungsanstalten oder durch Zusammenarbeit mit spezifischen Biotechnologieunternehmen (pERSLEY, 1988).
96
3.2 Aus wir k u n gen
lungsländer
der
T r ä ger s t r u k t u r a u f
E n t wi c k -
Die überwiegend vom privaten Sektor der Industrie länder finanzierten Forschungs- und
Entwicklungsausgaben sind vornehmlich auf die Märkte der Industrieländer gerichtet; sie
bieten die größten Absatzchancen für neue Biotechnologieprodukte. Die Märkte der
Entwicklungsländer spielen allenfalls marginal eine Rolle in der Investitionsplanung
dieser Unternehmen.
Mit der überragenden Rolle des privaten Sektors und damit der Vertraulichkeit der
Ergebnisse zum Zwecke der kommerziellen Nutzung und des Bemühens, anderen den
Zugang zu den Innovationen durch Patente oder andere Maßnahmen zu verwehren,
werden für Entwicklungsländer die Kosten des Zugangs und des Erwerbs biotechnischer
Innovation im Vergleich zu einer vom öffentlichen Sektor betragenen Forschung, wie im
Falle der grünen Revolution, höher sein.
3.3 F ö r der u n g der
schungspolitik
Bio t e c h n
0
log i e i n
der
F
0
r -
Entwicklungsländer selbst haben bisher nur in begrenztem Umfang versucht, eine eigene
Biotechnologieforschung aufzubauen. PERSLEY unterscheidet drei Gruppen von
Entwicklullgsländern entsprechend ihrer unterschiedlichen Aktivität in Relation zur
Biotechnologie:
1) Länder mit generellem Interesse aber keiner konkreten Aktivität im Bereich Biotechnologie;
2) Länder mit einer nationalen Politik und einem formulierten Programm, vorwiegend
auf dem Gebiet traditioneller Biotechnologie jedoch mit schwacher Implementierung; und
3) Länder mit einer nationalen Politik und einem aktiven Programm für den Aufbau
moderner biotechnologischer Forschung und Entwicklung.
Die überwiegende Mehrzahl der Entwicklungsländer fällt in die Kategorie 1) und 2).
Lediglich zehn Entwicklungsländer verfolgen ein aktives biotechnologisches Forschungsund Entwicklungsprogramm (pERSLEY, 1989), darunter Brasilien und Mexiko, China,
Indien, Indonesien, Malaysia, Singapore und Thailand. Afrikanische Länder sind in
dieser Kategorie nicht zu finden.
4 Schlußfolgerungen und Konsequenzen für die Internationalen Agrarforschungszentren
Wie oben erwähnt, wird die Biotechnologie von erheblicher Bedeutung für Entwicklungsländer sein. Es ist nicht zu erwarten, daß sie die Anfang der 80er Jahre gesetzten
Erwartungen einer 'Wundertechnologie' , die das Hungerproblem über Nacht lösen wird,
erfüllen kann, aber sie wird sicherlich wichtige Beiträge zu landwirtschaftlichen Produk-
97
tivitätssteigerungen ermöglichen und bedeutende Veränderungen in der industriellen
Herstellung landwirtschaftlicher Rohstoffe hervorrufen. Dies allerdings zuerst in
Industrieländern. Damit wird die Entwicklung der modernen Biotechnologie die komparativen Vorteile verschieben und zwar zugunsten der Industrieländer. Damit wird sie
wahrscheinlich dazu beitragen, den Vorsprung der Industrieländer zu erweitern. Zu
erwarten ist aber nicht nur eine Vergrößerung der Disparitäten zwischen Industrie- und
Entwicklungsländern, sondern wegen der ungleichen Fähigkeiten im biotechnologischen
Bereich innerhalb der Dritten Welt werden wahrscheinlich auch die Disparitäten
zwischen Entwicklungsländern größer werden. Unter den Entwicklungsländern werden es
vor allem die oben erwähnten schon weiter entwickelten Länder sein, die biotechnologische Innovationen zuerst werden entwickeln und nutzen können. Dies sind in erster Linie
die Länder, die schon jetzt am oberen Ende der Erfolgsskala unter den Entwicklungsländern zu finden sind, darunter auch die Entwicklungsländer, die die höchsten Produktivitätssteigerungen aus den Innovationen der grünen Revolution erzielen konnten.
Die mit biotechnologischen Innovationen einhergehenden erheblichen komparativen
Kostenverschiebungen werden um so größer sein und sich um so ungünstiger für Entwicklungsländer auswirken, je schwieriger es für die sein wird, Zugang zu biotechnologischen Fortschritten selbst zu bekommen und solche Innovationen anzuwenden. Dem
entgegenzuwirken muß Aufgabe der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sein.
Den internationalen Agrarforschungszentren (IARCs) kommt dabei eine vorrangige
Bedeutung zu. Folgende Fragen sollten dabei berücksichtigt werden:
1) Förderung entwic\dungsrelevanter biotechnologischer Innovationen
Die dominierende Rolle des Privatsektors in der biotechnologischen Forschung und Entwicklung in den Industrieländern tendiert dazu, die Arbeiten auf Produkte und Prozesse
zu richten, die für Entwicklungsländer wenig relevant sind bzw. ihren Interessen entgegenstehen. Hier gegenzusteuern muß Aufgabe der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sein. Die internationalen Agrarforschungszentren sollten sich primär auf
solche biotechnologischen Innovationen konzentrieren, die auf die Anwendung in Entwicklungsländern gerichtet sind. BUTTEL betont in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit zusätzlicher Förderung von '0 r p h a n bio t e c h n 0 log i e s', d.h.
solcher biotechnologischer Forschungseinrichtungen, die von der privatsektororientierten
Industrieländerforschung stiefmütterlich behandelt werden (BUTTEL, 1989). Die Ausrichtung auf entwicklungsländerrelevanten Biotechnologieforschung eröffnet für die
IARCs die Möglichkeit, komplementäre Forschungsaufgaben zu übernehmen und bietet
damit eine Basis der Kooperation mit der Industrieländerforschung. Diese Position hat
auch das Technical Advisory Committee der CGIAR bezogen (CGIAR- TAC, 1988).
Dabei sollte sich die Forschung der IARCs auf die Probleme der ärmsten unter den Entwicklungsländern konzentrieren; dies sind die Länder, die am wenigsten von den
Technologien der Grünen Revolution profitiert haben (LIPTON und LONGHURST,
1985), die häufig die schwierigsten ökologischen Bedingungen aufweisen und die selbst
die geringsten Chancen haben, eigene Forschung in diesem Bereich zu betreiben
(BUTTEL und BARKER, 1985).
2) Förderung der Ausbildung in Biotechnologie
Die bilaterale und internationale Entwicklungszusammenarbeit sollte der Förderung der
98
Ausbildung in diesem Bereich hohe Prioritäten beimessen. Die Bildung von Humankapital in diesem Bereich ist nicht nur für den Aufbau zukünftiger Forschungskapazitäten,
sondern auch für die Anwendung biotechnischer Innovationen und die damit bedingte
Anpassungsforschung und -entwicklung erforderlich.
3) Nationale Biotechnologieförderung
Die bilaterale und internationale Förderung der biotechnologischen Forschung und Entwicklung in Entwicklungsländern kann nur Erfolg haben, wenn Entwicklungsländer
selbst ein sinnvolles biotechnologisches Forschungs- und Entwicklungskonzept entwickeln
und ein aktives Programm verfolgen. Dabei sollten die Grenzen der Biotechnologie und
ihr zur traditionellen Agrarforschung komplementärer Charakter gesehen werden. Biotechnologie wird kein Substitut für traditionelle Agrarforschung sein können. Um biotechnische Innovationen auf Betriebsebene anwendbar zu machen, wird nach wie vor
traditionelle Agrarforschung notwendig bleiben. Dies impliziert, daß die nationale
Agrarforschungspolitik bei der Förderung der Biotechnologie den Ausbau und die Stärkung der traditionellen Agrarforschung nicht vernachlässigen darf.
4) Biotechnologietransrerzentrum
Bei der dominierenden Rolle, die der Privatsektor in der biotechnologischen Forschung
und Entwicklung spielt, ist die Frage der Sicherung eines fairen Zugangs zu biotechnisehen Neuerungen für Entwicklungsländer von entscheidender Bedeutung. In der internationalen Diskussion wird dabei auch die Möglichkeit der Einrichtung einer
'Biotechnology Transfer Unit' angesprochen (PERSLEY, 1989). Sie könnte etwa nach
dem Modell d~s International Centre for Settlement of Investment Disputes, das bei der
Weltbank zur Beratung und Schlichtung von Streitfragen bei internationalen Direktinvestitionen eingerichtet wurde, funktionieren. Ein solches Biotechnologietransferzentrum müßte die Rolle eines unparteiischen Vermittlers einnehmen und sich dazu das
Vertrauen aller Partner sichern. Zu seinen Aufgaben sollte zählen: Die Unterstützung bei
Lizenzverhandlungen, die Beratung bei Patententscheidungen, bei Freigabe von biotechnischen Produkten und bei Speicherung und Verkauf von Genmaterial und die schiedsrichterliche Entscheidung bei Streitfragen. Das CGIAR müßte in diesem Zusammenhang
aktiv beteiligt sein.
Llteraturverzelchnis
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BARKER, R.: Socio-Economic Impact of Modern Biotechnology on World Trade and
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Freising-München,
BREM, G., STEINMANN-OELCK, E. und WINTER, S.: Chancen und Risiken der
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April 1989.
99
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